E-Paper - 09. Oktober 2019
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Fragen an die Kandidatinnen und Kandidaten

Kandidat Pietro Vernazza

Was ist Ihr grösstes Anliegen an ein gut funktionierendes Parlament?

Die Gewählten müssen primär die Interessen der Bevölkerung vertreten. Viele Parlamentarier werden heute massiv von mächtigen Lobbyorganisationen beeinflusst und auch zum Teil mit grossen Beträgen via lukrative Verwaltungsratsmandate finanziert. Volle Transparenz in Sachen Interessensbindungen und Parteienfinanzierung ist dringend notwendig.

Glauben Sie, dass es beim Wahlgang zu einem parteipolitischen Erdrutsch kommen wird? Erwarten Sie grosse Veränderungen bei den Parteistärken?

Erdrutschartige Verschiebungen sind in der Schweiz unüblich, das wird auch dieses Mal nicht anders sein.

Aber Grünliberale und Grüne werden hoffentlich stark zulegen auf Kosten der konservativen und weniger umwelt- und klimafreundlichen Parteien.

Wie verhalten Sie sich gegenüber dem EU-Rahmenabkommen?

Die Schweiz braucht dringend ein Rahmenabkommen. Wir werden von einem geregelten Umgang mit unseren europäischen Partnern stark profitieren. Flankierende Massnahmen zum Lohnschutz sind sicher nötig, die Lockerung der 8-Tage-Regel, zum Beispiel, ist im Zeitalter der Digitalisierung aber sicher unbedenklich.

Viel ist von der Klimaveränderung die Rede. Betrachten Sie die jetzigen Diskussionen und Forderungen als richtig, als ungenügend oder übertrieben?

Das Problem ist, dass die Klimaproblematik zu lange nicht ernst genommen wurde. Nun ist dringend eine Kurskorrektur nötig. Die bisher beschlossenen Massnahmen sind natürlich ungenügend. Die Schweiz muss beim Klimaschutz und bei den sauberen Technologien international eine Vorreiterrolle einnehmen.

Welches sind die drei wichtigsten Anliegen, die Sie unter der Bundeskuppel behandelt haben möchten?

a) Die Kontrolle und Senkung der Gesundheitskosten insbesondere vor dem Hintergrund der massiven Belastung durch neue Krebstherapien

b) Das Beschliessen von wirksamen Massnahmen für die Erreichung eines Klimaziels 2040 (s. Klimastrategie «Cool down 2040» der GLP Schweiz)

c) Die Entwicklung einer nachhaltigen Lösung für unser Rentensystem.

pd

Toggenburger Zeitung vom Mittwoch, 9. Oktober 2019, Seite 7 (4 Views)

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